12. Dezember: Johanna Franziska von Chantal

Johanna Franziska von Chantal war die Mitbegründerin der Salesianerinnen und ist somit deren Patronin.

Jeden Tag präsentiere ich einen kleinen Ausschnitt von einem Foto. Am 24. Dezember erscheint das ganze Foto in seiner vollen Pracht.

Johanna Franziska von Chantal (23. Januar 1572 – 13. Dezember 1641) war nicht nur die Ehefrau von Christophe Rabutin de Chantal und Mutter von sechs Kindern. Sie war auch Freundin des heiligen Franz von Sales und Mitbegründerin der Salesianierinnen (Schwestern von der Heimsuchung Mariens). Sie ist außerdem die „die Großmutter der Schriftstellerin Marie de Rabutin-Chantal, Marquise de Sévigné und Schwester von André Frémyot, dem Erzbischof von Bourges“ (Wikipedia). Benedikt XIV. sprach sie am 21. August 1751 selig. Heiliggesprochen wurde sie 16. Juli 1767 von Clemens XIII. Ihr Gedenktag war vor 1970 der 21. August (Tag ihrer Seligsprechung und Geburtstag von Franz von Sales). Sie wird meistens im Salesianerinnenhabit mit Herz, Kreuz oder Buch, beim Empfang der Ordensregel aus den Händen von Franz von Sales dargestellt. Sie ist Patronin der Salesianerinnen und der glücklichen Entbindung.

„Legendäres

Die umfassende Nächstenliebe dieser bedeutenden Heiligen erscheint uns Heutigen fast unvorstellbar. Sie wird durch viele Beispiele erhellt, die das Außerordentliche ihrer Barmherzigkeit kennzeichnen. Schon als Schloßherrin pflegte sie alle Sonn- und Feiertage nach dem Essen zu Fuß durch due Häuser der Pfarrei zu gehen, wo sie die Kranken besuchte. Sie machte ihnen das Bett, stand ihnen im Sterben bei und wusch die Leichen. Einmal fand ein Bauer einen armen aussätzigen Knaben am Wege, den er auf seinem Wagen mitnahm und zu ihr brachte. Sogleich nahm sie das schwerkranke Kind freudig auf, reinigte es vom Ungeziefer, salbte seinen grindigen Kopf und fütterte ihn eigenhändig. Mehrere Monate pflegte sie den Knaben aufopfernd; als er dem Tod nahe war, wachte sie Tag und Nacht bei ihm, obgleich sein übler Geruch alle vertrieb. Nachdem er verschieden war, hielt sie selbst die Leichenwäsche und bestattete ihn. Als einer ihrer Verwandten sie darob tadelte, entgegnete sie sanft: „Seitdem ich weiß, daß Jesus in seinem Leiden einem Aussätzigen ganz gleich gesehen hat, verabscheue ich keinen Aussatz mehr außer dem Aussatz der Sünde.“

Um diese Zeit geschah es, daß während Franziska abends in der Nähe des Schlosses wandelte, drei wohlgestaltete Jünglinge ihr in den Weg traten und um ein Almosen baten. Sie hatte aber nichts bei sich als einen kostbaren Ring, den sie von ihrem verstorbenen Gatten erhalten hatte und der ihr sehr teuer war. Ohne sich lange zu besinnen, gab sie einem Jüngling den Ring mit dem Bedeuten, sie sollten sich den Wert desselben untereinander teilen. Dieser nahm freundlich lächelnd den Ring, Franziska aber fühlte sich plötzlich von der Gegenwart Gottes angerührt, so daß sie auf die Knie fiel. Als sie sich erhob, hatten die Jünglinge sich in Luft aufgelöst. Von nun an kannte ihre Liebe gegenüber den Armen und Bestraften keine Grenze mehr!“

–Das große Buch der Heiligen (8. Auflage 1985), Seiten 803-804

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