Redewendungen – warum einfach, wenn es kompliziert geht?

Im Rahmen des Beitrags „An der Grenze eines Begriffsvermögens“ von emsemsem wurde von einem Leser vorgeschlagen, eine Rubrik zu erstellen für Redewendungen, die er in komplizierte Versionen umschrieben hat.

Ich möchte hier eine Plattform dafür freigeben und lade zum Mitraten ein.

Die Redewendungen werden über die Kommentarfunktion freigegeben und ich werde immer wieder einen kleinen Hinweis im Blog hinterlassen, wenn eine neue Redewendung umschrieben wurde. Hier kann sich jeder beteiligen, sei es, ob man die Lösung hat oder eine Idee hat, wie man eine Redewendung umschreiben kann.

Die Lösungen könnt ihr mir über das Kontaktformular senden, damit alle raten können. Ich werde euch dann sagen, ob es richtig ist und euch hier erwähnen, wenn ihr die Lösung habt. Dazu bitte ich diejenigen, die eine Redewendung haben, auch mir die Lösung zuzsenden.

Ein Gedanke zu „Redewendungen – warum einfach, wenn es kompliziert geht?“

  1. Hallo alle :-),

    dies sind bekannte Sprichwörter, die es zu erkennen gilt. Obwohl es im Internet ähnlich geartete Umschreibungen gibt, sind diese nicht zu googeln; sie stammen allesamt von mir. Viel Spaß beim „Übersetzen“

    1. Ein abdominales, zur Akkommodation fähiges Organ, durch überhöhte Aufnahme von Komestibilien voluminös vorgewölbt, exploriert suboptimal, da die exorbitante Resorption von Viktualien zum Nachteil kognitiver Informationsverarbeitungsprozesse und intentioneller Tätigkeit des Cerebrums ist.

    2. Visionen als Resultat psychischer Aktivitäten während des Zustandes äußerster Ruhe entsprechen dem Plural einer Dispersion von hydrophilen Tensiden.

    3. Kommt es aufgrund der Bildung von Kumulonimben zu elektrostatischen Entladungen ist es opportun, den (putativen) Schutz bestimmter Gehölzpflanzen, nämlich den von Fagus zu favorisieren, während ein Aufenthalt unter der Quercus genannten hochwachsenden Pflanzenform konsequent vermieden werden sollte.

    4. Bemerkt ein nicht näher bezeichnetes humanes Individuum einen übelriechenden rektalentweichenden Flatus, ist die Vermutung berechtigt, dass dieser auch der Besitzer des metonymisch bezeichneten Körperteils ist.

    5. Wenn Interaktionspartner in zwiefacher Zahl ihren konträren Dissens und ihre divergierenden Aspekte verbal austragen, ist dies kausal für eine psychophysiologische positive Primäremotion eines weiteren Individuums.

    6. Die Begleiterscheinung einer exothermen Reaktion in Form von Aerosol, dispergierend von einer Flammerscheinung lässt die Existenz derselben vermuten.

    7. Kommt es zu einem repetitiven Hörereignis einer auf Großgewächsen hausenden, Brutparasitismus betreibenden Kreatur – artifiziell auch in einem Chronometer präsent – mit den im Schallwellenbereich liegenden Tönen stets gleicher Sequenzen, ist es opportun, mit dem Digitus der Extremität die Futterale aus der gegerbten Haut eines Paarhufers rhythmisch zu pochen, auf dass der pekuniäre Inhalt eine quantitative Zunahme erfährt.

    8. Eines der weniger schönen Basisemotionen, dessen physiologische Ausdrucksform den Organismus beeinträchtigt, als Überlebensstrategie jedoch von Nutzen ist, bewirkt den Erhalt von Fortbewegungsorganen in Form von paarweise angeordneten Schwingen.

    9. Aus Kenntnis der Dendrologie lässt sich konstatieren, dass chthonische Großgewächse, auch wenn sie zur maximalen vertikalen Extension aktiviert werden, nicht die Sphäre erreichen, die man als Ort der übernatürlichen Glückseligkeit bezeichnet.

    10. Ein Gegenstand, der sich in dauerhaftem Besitz einer Person befindet und zur Nahrungszubereitung mittels Erhitzen benötigt wird, wird eine Güte beigemessen wie sonst nur dem in Karat gewogenen Metall.

    11. Das durch Evolution oder Kreation (da scheiden sich die Geister) entstandene, in der Ordnung der Säugetiere die höchste Stelle einnehmende Geschöpf, benutzt sein hochkomplexes kognitives Organ; jedoch das supranaturalistische Wesen dominiert, ergo die Geschicke dirigiert (und das vorgenannte Geschöpf in die richtige Richtung bugsiert).

    12. Das Nähern mit dem Greiforgan der oberen Extremitäten, das zu einseitig unfreiwilligem Körperkontakt mit einem benachbarten Individuum führt, unterliegt strengster Prohibition.

    13. Die Fluidität eines Liquor, bekannt als Träger der Lebenskraft, durch Erythrozyten gefärbt, ist von der Konsistenz her viskoser als das blaue Gold, das jedoch Hauptbestandteil des ersteren ist.

    14. Nicht näher bezeichnete humane Individuen, reduziert auf ein Pronomen interrogativer Art, in Kenntnis einer nicht näher bezeichneten Funktion, sei sie intellektueller bzw. substantieller Art, ihr als Steigerung der Akzeptanz auch noch fakultativ und permanent mittels der unteren Extremitäten folgend anstatt sie rigoros abzulehnen und damit eine größtmögliche Distanz herzustellen, verifiziert ein Manko in der nördlichen Hemisphäre seines Korpus.

    15. Das durch den Hypothalamus ausgelöste Empfinden, nämlich das Antonym zur Sättigung, ist ein in einer gastronomischen Einrichtung Tätiger von der Qualität, bei der es keine Steigerungsmöglichkeit gibt.

    16. Das Tier, das im europäischen Raum mit negativen Attributen behaftet ist, während ihm in der asiatischen Kultur positive Eigenschaften zugeschrieben werden, desertiert von seiner selbst gewählten Stätte, auf die das Archimedische Prinzip angewendet wird, wenn diese sich zur Lithosphäre begibt, die zu 70 % mit Wasser bedeckt ist.

    17. Utensilien, die, obwohl unedel, jedoch äußerlich durch eine Oxidschicht stupend schillern, dadurch betörend und verlockend wirken, suggerieren Gediegenheit wie das Edelmetall, dessen optisches Aussehen sie haben (im übertragenen Sinne gilt dies auch für Menschen).

    18. Sprichwort und gleichzeitig Zitat, das sowohl ein Fanal sein kann, mit kryptischen Fingerzeigen und sybillinischen Angaben, respektive hohl, einem Glückskeks ähnelnd, ist ein historischer Satz und weltweit bekannt; neu ist er nicht, sinngemäß gab es ihn schon, und zwar „Tarde venientibus ossa“.

    19. Dinge, die keine umfassende Präzisierung beinhalten, von denen das Individuum jedoch absolut überzeugt ist respektive vollstes Vertrauen in eine andere Person hat, bewirken eine Reaktion besagten Individuums, dass er eine der ambigen Extremitäten, dem Commonsense zuwiderlaufend, in die Wärme und Licht abgebenden Lohen platziert.

    20. Ein offerierter Gegenstand oder unterbreitetes Ansinnen wird selbst für den Gegenwert einer belebten Natur in Form von Großpflanzen inklusive einer nicht bestimmbaren, der Umschreibung nach jedoch reichlichen, Zahl von Primaten energisch zurückgewiesen.

    21. Individuen mit abgeschlossener Adoleszenz, durch orale Einnahme psychotroper Substanzen enthemmt, sowie das Pendant besagter Individuen, jedoch ohne entsprechenden Stimulus motiviert, produzieren mittels dem Sprechapparat verbale Sentenzen von apodiktischem Gehalt.

    22. Humane Individuen bestimmter Zahl, repräsentiert durch ein zu einem Substantiv abgeänderten Adjektiv, an kognitiven Beeinträchtigungen leidend, sind zur identischen Reflexion imstande.

    23. Der geräucherte bzw. gepökelte schmackhafte Teil eines domestizierten Pantophagen ist prädestiniert zum Ergreifen weiterer Tiere, die allerdings eher auf dem Speiseplan der Felidae stehen.

    24. Eine der Fauna entstammende, präzise benannte Kreatur, die sich in einer Emballage aus textilen Fasern befindet, mittels gemünzter respektive papierener Währung erwerben.

    25. Ein Individuum, umschrieben als Dativ eines bestimmten Artikels, entwendet dem supranaturalistischen Wesen die Dimension T.

    26. Ein nicht näher bezeichnetes humanes, aber unliebsames Individuum mittels rein geistiger Aktivität einem nicht realen Transfer (mit möglichst ausgeschlossener Rückkehr) in unbekannte Ferne unterziehen, wo der König der Gewürze gedeiht.

    27. Die zur taktilen Wahrnehmung fähigen, anatomisch distal platzierten, nur bei Humanoiden vorkommenden Greiforgane liquidieren Schmutz durch reziproke Reibung.

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