Lilu – Die Fernsehfernbedienung/Teil 4

Gefangen

Obwohl ich in einen Western geraten war, war das Klo ein blitzend sauberes WC mit der heute üblichen Ausstattung. Ich erledigte, was jeder Mensch immer wieder erledigen muss, und als ich mir die Hose zumachen wollte, merkte ich, dass ich nackt war, pudelnackt.

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Lilu – Die Fernsehfernbedienung/Teil 3

Mulmiges Gefühl

Ich ging vorbei am Burkhof, wo ich auch heute noch sehr gerne eine Tasse Kaffee im Stehen trinke. Als ich in die Weinstraße ne­ben dem Rathaus einbog, überkam mich ein leicht mulmiges Gefühl. Ich dachte an das bevorstehende Gespräch im KuMi. Es war nämlich durchaus möglich, dass, wenigstens für ein paar Minuten, der Mini­ster persönlich an dem Gespräch teilnahm, und einem Vertreter der Bayerischen Staatsregierung gegenüberzusitzen, ist schließlich keine alltägliche Angelegenheit. Über die Schäfflerstraße und am Dom vorbei, wo bei Sturm, wie auf Warnschildern steht, Gefahr droht, ging ich hinüber zum Loden-Frey. Für ein paar Augenblicke besah ich mir vor der Herder-Buchhandlung die verbilligten Bü­cher, die auf Tischen ausgelegt waren.

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Lilu – Die Fernsehfernbedienung/Teil 2

Wieder da

Er war also wieder da, dieser Lilu vom Stamme der Lulis, so klein, dass er mühelos auf einer Schreibmaschinentaste sitzen und stehen kann. Jetzt saß er auf meinem Ohr, als ritte er auf einem Pferd. Aber ich bin kein Pferd, und wenn ich alles andere als gut gelaunt bin, dann kann ich es nicht leiden, wenn einer auf meinem Ohr reitet. Lilu gegenüber war dies meine schwächste Stelle, bil­dete ich mir wenigstens ein. Aber ehrlich gesagt, Lilu war mir im­mer überlegen. Wenn er auf meinem Ohr saß, war ich ihm bis in meine Gedanken hinein ausgeliefert. Ihr wisst ja, dass er an diesem Platz meine Gedanken, die in meinem Kopf um­gingen, hören konnte. Jawohl, hören, wie immer er das auch anstellte. Und ich sage euch: Das ist ausgesprochen unangenehm. Außerdem sucht er sich mein Ohr immer dann als Mit­gehgelegenheit aus, wenn es mir nicht passt, und damals passte es mir schon gleich gar nicht.

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Meine kleine Geheimniskrämerei

Je mehr ich mich mit der Idee von Christianes abc-Etüden auseinandersetze, desto mysteriöser erscheint sie mir. Aus drei willkürlich dastehenden Wörtern sollen – Abrakadabra! – (bis zu) 300 sinnvoll aneinandergefügte werden, wie dieses Mal aus Geheimkünstler, sperrig und suggerieren.

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Lilu – Die Fernsehfernbedienung/Teil 1

Ein Gedichtsel

Ihr wisst ja, dass sich Lilu vom Stamme der Lulis, der so groß ist, dass er bequem auf einer Schreibmaschinentaste stehen kann, oft und gerne als Dichter versucht – wie weiland der Ko­bold Pumuckl, den ihr vielleicht auch kennt. Eines Tages überraschte er mich mit dem fol­genden, wie er zu sagen pflegte, Gedichtsel:

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Lilu – Nur ein bisschen weiter/Teil 2

Nachtkühl

Ich hatte keine Lust, weiter mit Lilu zu streiten. Als Müßiggänger saß er am länge­ren He­bel, an dem ich auch gerne sitzen würde. Da er mir nun auch das Lesen ver­leidet hatte, ob­wohl diese Charles Dickens-Geschichte alle unguten Stimmungen im Nu zu vertreiben in der Lage ist, ließ ich ihn gewähren und er begann zu erzählen:

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Die Uhr tickt

Bei den Wortspenden, die Christiane dem schreibenden Internetvolk als Inspirationsanreiz anbietet, ist meistens eines dabei, das besonders anspricht und ein zweites, das sich damit gut verbinden lässt. Wäre da nicht auch noch ein drittes, das in den maximal 300 Wörter umfassenden Text einen sinnvollen Platz beansprucht, sich aber dagegen wehrt. Dieses Mal geht es um die Wörter Prophezeiung, anständig und verkrümeln.

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Lilu – Nur ein bisschen weiter/Teil 1

Was ist der Mensch? Das ist eine Frage, die mich als Freizeit­schriftsteller immer wieder beschäftigt. Ist der Mensch ein Wesen aus lüsternem Fleisch und Blut mit einer Prise von über den Dingen stehendem oder gar schwebendem Geist? Die hellsten Köpfe haben die Frage, was und wer der Mensch denn sei, zu beantworten versucht, doch sie stellt sich für jeden Menschen immer wieder aufs neue: Was ist der Mensch?

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Überfülle der Natur

Selbst wenn die drei Stichwörter „Schlick“, „ominös“ und „putzen“ heißen, mit denen Christiane dieses Mal zur abc Etüde bittet, fangen meine grauen Zellen zu rotieren an, um schließlich folgendes von sich zu geben.

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