Lilu – Die Fernsehfernbedienung/Teil 4

Gefangen

Obwohl ich in einen Western geraten war, war das Klo ein blitzend sauberes WC mit der heute üblichen Ausstattung. Ich erledigte, was jeder Mensch immer wieder erledigen muss, und als ich mir die Hose zumachen wollte, merkte ich, dass ich nackt war, pudelnackt.

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Falsche Erwartungen

In seiner Verzweiflung versuchte Alexander seinen Heimweg unter allen Umständen zu verlängern. Da passte ihm die erneute Verspätung der Bahn recht gut. An anderen Tagen hätte er sich darüber wieder einmal maßlos geärgert. Was würde wohl passieren, wenn er mit diesem Zeugnis nach Hause kommen würde?

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Lilu – Die Fernsehfernbedienung/Teil 3

Mulmiges Gefühl

Ich ging vorbei am Burkhof, wo ich auch heute noch sehr gerne eine Tasse Kaffee im Stehen trinke. Als ich in die Weinstraße ne­ben dem Rathaus einbog, überkam mich ein leicht mulmiges Gefühl. Ich dachte an das bevorstehende Gespräch im KuMi. Es war nämlich durchaus möglich, dass, wenigstens für ein paar Minuten, der Mini­ster persönlich an dem Gespräch teilnahm, und einem Vertreter der Bayerischen Staatsregierung gegenüberzusitzen, ist schließlich keine alltägliche Angelegenheit. Über die Schäfflerstraße und am Dom vorbei, wo bei Sturm, wie auf Warnschildern steht, Gefahr droht, ging ich hinüber zum Loden-Frey. Für ein paar Augenblicke besah ich mir vor der Herder-Buchhandlung die verbilligten Bü­cher, die auf Tischen ausgelegt waren.

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Die Monate: Der Oktober

Der Oktober war bei den Römern der achte Monat. Daher hat er auch seinen Namen. Außerdem galt der Oktober im Mittelalter als heiliger Monat.

Ich zieh‘ die Schatten in die Länge.
Die ersten Nebel zieh’n ins Land.
Wer jetzt im Freien promeniert,
trägt wieder wärmeres Gewand.

Emsemsem Blog
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Der große Durchbruch

Nachdem ich meine Gedanken über den Superstar niedergeschrieben habe, hier nun mein zweiter Text zu Christianes Schreibeinladung. Die drei Wörter, die in einem Text von maximal 300 Wörtern verarbeitet werden müssen, lauten „Geheimkünstler, sperrig, suggerieren“.

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Lilu – Die Fernsehfernbedienung/Teil 2

Wieder da

Er war also wieder da, dieser Lilu vom Stamme der Lulis, so klein, dass er mühelos auf einer Schreibmaschinentaste sitzen und stehen kann. Jetzt saß er auf meinem Ohr, als ritte er auf einem Pferd. Aber ich bin kein Pferd, und wenn ich alles andere als gut gelaunt bin, dann kann ich es nicht leiden, wenn einer auf meinem Ohr reitet. Lilu gegenüber war dies meine schwächste Stelle, bil­dete ich mir wenigstens ein. Aber ehrlich gesagt, Lilu war mir im­mer überlegen. Wenn er auf meinem Ohr saß, war ich ihm bis in meine Gedanken hinein ausgeliefert. Ihr wisst ja, dass er an diesem Platz meine Gedanken, die in meinem Kopf um­gingen, hören konnte. Jawohl, hören, wie immer er das auch anstellte. Und ich sage euch: Das ist ausgesprochen unangenehm. Außerdem sucht er sich mein Ohr immer dann als Mit­gehgelegenheit aus, wenn es mir nicht passt, und damals passte es mir schon gleich gar nicht.

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Meine kleine Geheimniskrämerei

Je mehr ich mich mit der Idee von Christianes abc-Etüden auseinandersetze, desto mysteriöser erscheint sie mir. Aus drei willkürlich dastehenden Wörtern sollen – Abrakadabra! – (bis zu) 300 sinnvoll aneinandergefügte werden, wie dieses Mal aus Geheimkünstler, sperrig und suggerieren.

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Der kurze Moment auf der Bühne

Dieses Mal lauten die drei Wörter von Christianes Schreibeinladung „Geheimkünstler, sperrig, suggerieren“. Das erste Problem war das Wort Geheimkünstler. Was heißt das? Wie kann ich es verwenden? Ist dieses Problem erst einmal beseitigt, haben sich gleich die nächsten Gedanken eingestellt. Dieses Mal ist es keine Geschichte, aber lasst euch einfach überraschen.

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Lilu – Die Fernsehfernbedienung/Teil 1

Ein Gedichtsel

Ihr wisst ja, dass sich Lilu vom Stamme der Lulis, der so groß ist, dass er bequem auf einer Schreibmaschinentaste stehen kann, oft und gerne als Dichter versucht – wie weiland der Ko­bold Pumuckl, den ihr vielleicht auch kennt. Eines Tages überraschte er mich mit dem fol­genden, wie er zu sagen pflegte, Gedichtsel:

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