John Grisham: The Reckoning

John Ray Grisham, geboren am 8. Februar 1955, ist ein amerikanischer Bestsellerautor, Rechtsanwalt und Politiker. Er hat sich auf Justizthriller und Kriminalromane spezialisiert. Ich selbst habe lange mit mir gerungen, ob ich etwas von ihm lesen will oder nicht. Die Neugier hat jedoch gesiegt, als ich das Buch „The Reckoning“ (zu deutsch – „Die Abrechnung“) in einem Buchladen entdeckte.

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Wie ich einmal an Silvester verschnupft war und die Böllerschüsse wie üblich wieder zu früh losgingen

Wenn ich ein rasender Reporter wäre, würde die Geschichte so beginnen:

„Silvester 1995: Einem Mann in mittleren Jahren ist es nicht vergönnt, den Aus­klang des Jahres in fröhlicher Stimmung zu erleben. Er denkt an den neuen Werbespot für Tempotaschentücher, in denen allen leidgeprüften Nasen eine be­sondere Weichheit versprochen wird, damit sie im Falle eines Schnupfens nicht allzu wund gerieben werden, Ergebnis exzessiven Schneuzens. Laut nie­send tut er seiner im Haus verstreuten Familie kund, dass ihn eine böse Erkältung er­wischt hat. Aber die weiß das längst. Er niest nicht zum ersten Mal. Deshalb fühlt sich niemand verpflichtet, ihm ein „Helf Gott!“ oder „Gesundheit“ durch das Treppenhaus zuzurufen. So schnell gewöhnt sich der Mensch an das Leid ande­rer…“

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Das Krippenspiel

„Bis zum nächsten Jahr!“ So wurde ich auch dieses Mal verabschiedet, während mich liebevolle Kinderhände einpackten. Schade! Die kurze Zeit ist immer so schnell vorbei. Es ist immer so schön die frohe Botschaft der Geburt des Erlösers zu verbreiten. Ich möchte eigentlich noch nicht ins Bett. Auch wenn die Kiste so schön gepolstert ist, versuche ich immer die Zeit vergeblich zu verlängern. Die meiste Zeit des Jahres bin ich ja doch in den dunklen Tiefen der Kiste eingesperrt.

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Wie ich einmal auf dem münchner Christkindlmarkt nicht zahlen konnte

Es war am 18. Dezember 1992, dem Jahr, da es mit unserer Wirt­schaft abwärts ging. Es war Freitag, und ich habe mich im Büro schon auf Weihnachten einge­richtet. D.h. ich schraubte meine Moti­vation auf das gerade noch nötige Mindest­maß herunter und machte nicht zu spät Schluss, sondern vergleichsweise früh, und die Familie, die außer mir aus Frau, Sohn und Tochter besteht, hat mich zum Schwimmen abgeholt.

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Der letzte Schultag im Jahr

Die Idee zu diesem Text war schon da, bevor die Einladung von Myriades Impulswerkstatt ausging. Die Geschichte war auch schon fast fertig. Trotzdem finde ich, dass es gut zum Foto Nummer vier der Impulswerkstatt passt. Viel Spaß beim Lesen.

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Weihnachten ohne Christbaum

Der Christbaum ist bei uns schon lange kein Problem mehr. Aber er war es. Denn irgendwie fehlte immer der Platz, wo er stehen konnte, ohne dass man sich an ihn gestoßen hätte. Einmal musste ich den Christbaum mühsam für den Ständer zuspitzen, obwohl ich über neununddreißig Fieber hatte. Das war wahrlich kein Vergnügen.

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Zum 4. Advent

Der Abend kommt von weit gegangen…

Der Abend kommt von weit gegangen
durch den verschneiten, leisen Tann.
Dann preßt er seine Winterwangen
an alle Fenster lauschend an.

Und stille wird ein jedes Haus;
die Alten in den Sesseln sinnen,
die Mütter sind wie Königinnen,
die Kinder wollen nicht beginnen
mit ihrem Spiel. Die Mägde spinnen
nicht mehr. Der Abend horcht nach innen
und innen horchen sie hinaus.

Rainer Maria Rilke (aus: Advent)

Die unbesinnliche Adventszeit

In der Adventszeit ergeben sich von Zeit zu Zeit sehr interessante Beobachtungen.

Angepeitscht von der Werbung, den Erwartungen der Angehörigen und dem medialen Druck wühlen sich Massen an Menschen durch die Kaufhäuser und die Innenstadt. Sie schieben sich gegenseitig, während Mütter ihre kleinen, quengelden Kinder beruhigen wollen. Nebenbei rieseln noch Weihnachtslieder über die Lautsprecher oder von den Straßenmusikanten auf die laute Menschenmasse hinab. Verkäufer hasten von einem Kunden zum anderen, um die Ungeduld nicht zu groß werden zu lassen. Die liebevollen Dekorationen, die in langer Arbeit zusammengestellt wurden, werden kaum noch beachtet.

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