Das Gedicht entstand schon vor ein paar Wochen. Allerdings wollte ich es mir später noch in Ruhe ansehen. Da kam dann passend dazu die neue Einladung von Myriades Impulswerkstatt. Dieses Gedicht passt sehr gut zu Bild Nummer 3.
Komm doch zu mir, oh erholsamer Schlaf. Ich zähle weiter ab - von Schaf zu Schaf. Die Sekunden werden zu Minuten. Die Stunden lassen sich nur vermuten. Nahe ist Mitternacht. Steht das Ei im Verdacht? Oder doch das Dessert? Ich wälz‘ mich- hin und her. Mond und Sterne strahlen hell ins Zimmer. Der Druck wird unerquicklich und schlimmer. Warum nur begleitet er mich denn nicht? Augen wie Blei, aber kein Schlaf in Sicht. Buch lesen? Aufstehen? Milch trinken? Fernsehen? Ich höre mich fluchen. Er will mich nicht suchen. Die Zeit als unermüdlicher Akteur entpuppt sich selbst als grausiger Frondeur. Irgendwann muss ich eingeschlafen sein. Schnarchend schlaf’ ich tief und fest wie ein Stein. Riiing - Was bist du doch schrill? Wecker, schweige doch still! Du unterbrichst mich rüde. Ich bin noch zu müde. Mein Wecker kennt keinerlei Erbarmen. Kurz zuvor lag ich in Morpheus Armen. Mit meinen kleinen Augen blinzle ich Der Tag wird mir Kraft rauben - sicherlich. Schlapp, ermattet, schläfrig. Zu nichts bin ich fähig. Ohne Schlaf ist’s ein Graus. Ich geh‘ nicht aus dem Haus.
Wie sich die Schlaflosigkeit durch die Nacht zieht und dann, wenn der Schlaf endlich kommt, der Wecker läutet, kann man sehr gut nachvollziehen, auch die Vorhersage, wie sich der Tag gestalten wird, wenn man übernächtig ist. Mir gefällt, dass du sowohl mit dem Schlaf sprichst als auch mit dem Wecker ;)Das ist mir sehr vertraut.
Vielen Dank für den schlaflosen Beitrag!
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Vielen Dank. Es freut mich sehr, dass du dich darin wieder finden kannst.
Ich hoffe, du hast diese schlaflosen Nächte nicht zu oft.
Liebe Grüße Monika
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Nein, ich habe zum Glück keine Schlafprobleme. Ich habe gemeint, dass dein Text so aufgebaut ist, dass man so eine Nacht gut nachvollziehen kann.
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Das freut mich sehr. Zumal ich selbst normalerweise auch keine Schlafprobleme habe.
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Liebe Monika, der Text ist so treffend auf Schlaflosigkeit geschrieben, finde ich gut gelungen. Ich kenne das leider auch und da spricht man mit allem: dem Bett, der Wand, der Katze, die unverschämterweise schnarchend auf einem liegt, dem Kopf und letztendlich dem Wecker…
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Liebe Petra, vielen Dank. Es freut mich sehr, dass mein Text so gut gelungen ist.
Danke für dein Kompliment.
Liebe Grüße Monika
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