Die Geburtsstunde meines Physikers

Dieser Text entstammt aus Christianes Schreibeinladung. Die Wörter kommen von puzzleblume und lauten: Wetterbericht, ordentlich, irisieren.

„Hast du den Wetterbericht gehört?“

„Ja, da braut sich ordentlich etwas zusammen. Gott sei Dank müssen wir heute Abend nicht mehr raus.“

„Das stimmt, aber was machen wir bei so einem starken Unwetter? Im Fernsehen kommt nichts Gutes.“

„Du kannst doch auch lesen oder wir können etwas spielen.“

„Hmmm“

„Du könntest auch rätseln oder mal wieder dein Zimmer aufräumen.“

„Mamaaa! Das Zimmer habe ich doch schon letzte Woche aufgeräumt!“

„Dann wird es doch mal wieder Zeit.“

Abends trottetest du mit gebeugtem Kopf in dein Zimmer. Die Aussicht, dein Zimmer aufzuräumen, behagte dir nicht. Dennoch hörte ich geschäftiges Treiben. Gut, dass du dich dazu durchringst. Dein Zimmer war wieder einmal nicht ganz so ordentlich.

Plötzlich war es still, zu still und zu lange. Langsam öffnete ich die Tür und sah dich inmitten der Spielzeuge auf dem Fußboden hocken Du schautest ganz faszinierend in das schon längst vergessene Kaleidoskop.

„Mama, wie schön doch die Farben sind. Ich wusste nicht, dass ich so etwas habe. Die Farben wechseln sich immer wieder ab.“

Da musste ich meine humanistische Bildung zeigen: „Das nennt man irisieren. Das ist ein optisches Phänomen. Je nach Perspektive erscheint die Oberfläche in anderen Farben.“

Seitdem entflammte deine Faszination für Physik und speziell für Optik. Längst erklärst du mir die Phänomene und ich höre dir fasziniert zu.

5 Kommentare zu „Die Geburtsstunde meines Physikers“

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