John Conolly: Das Buch der verlorenen Dinge

David lebte in London zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, als seine Mutter starb. Immer mehr verwischten sich Realität mit Fantasie. Als er dann mit seinem Vater zu dessen neuer Frau zog und er einen Halbbruder bekam, änderte dies sein Leben. Er zog sich immer mehr zurück und die fantastische Welt schien die Realität immer mehr zu verdrängen.

Nach einem heftigen Streit hörte er die Stimme seiner Mutter. Sie lockte ihn raus in den Garten. Durch ein Tor verschwand er in eine fantastische Welt und konnte nicht mehr zurückkehren. Eine Mischung aus den Geschichten, die er gelesen hatte, Märchen und Sagen öffnete sich ihm. Auf der Suche nach seiner Mutter traf er auf Werwölfe, Trolle und Zwerge. Da auch Märchen und Sagen brutal sein können, überrascht es nicht, dass die Geschichten in diesem Buch auch teilweise brutal sind. Sie greifen die Motive auf und erinnern daran, schaffen aber eine neue Geschichte, indem sie neue Parameter einführen.

Ich habe mir mit dem Buch nicht leicht getan. Immer wieder habe ich mir überlegt, es aus der Hand zu legen. Einerseits ist es faszinierend, wie bekannte Geschichten ein neues Gesicht bekommen. Andererseits aber hängt der Geist noch sehr an den alten Bildern und die Geschichten vermischen sich dann im Kopf, was meinen Lesefluss durchaus gestört hat. Dennoch hat es mich interessiert, wie die Geschichte zu Ende geht. Daher habe ich das Buch dann doch zu Ende gelesen. Man muss sich dabei bewusst sein, dass man mit brutalen Bildern konfrontiert wird und altbekannte Figuren auftauchen, die in neue Szenen gerückt werden. Ohne dieses Wissen hätte ich das Buch längst aus der Hand gelegt, weil es mir zu langweilig und banal gewesen wäre.

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