Verlagsankündigung

Sachbuch-Neuerscheinung: Der Saharastaub

Es mutet schon fast an wie die x-te Wiederholung im Fernsehen. In diesem Frühling sucht uns der Saharastaub oft heim. Beim ersten Mal war es noch ein Phänomen. Der Staub färbte die Luft orangerot und verlieh den Städten eine merkwürdige Stimmung. Mit dem Blutregen kam dann der Staub herunter und bedeckte alles. Die Waschstraßen liefen vor Autos über. Fensterscheiben wurden gereinigt. Alles war wieder schön sauber. 

Kaum zwei Wochen später kam das Grauen wieder. So schön es in den ersten Stunden ausgesehen hat. So viele Bilder es in den sozialen Netzwerken von diesem Naturphänomen gegeben hat. So lästig und normal wird es mittlerweile. So oft gab es ihn sehr selten – den Saharastaub.

Viele ärgerten sich aber, als kurz darauf ein zweites Mal Saharastaub angekündigt wurde. Zwar waren die Folgen nicht mehr ganz so schlimm. Jedoch: der Staub legte sich wieder einmal überall ab. Einige waren dieses Mal vorsichtiger. Dennoch ging das muntere Reinemachen wieder von vorne los. 

Jetzt – Ende April – kommt erneut Saharastaub. Viele denken sich wohl: Leben wir nun in der Wüste? Nein – wartet einfach den Frühling ab. Danach können wir neben dem Staub auch noch die restlichen Pollen einsammeln und alles sauber machen. Mögen die Autos, Fenster und Mülltonnen bald wieder in ihrem alten Glanz erstrahlen!

4 Kommentare zu „Verlagsankündigung“

  1. Ich kenne das mit dem Sandstaub aus eigener Anschauung bisher (zum Glück) nur aus meinem Jahr in Beijing. Die Wüste Gobi ist dort ja recht nahe (deutlich näher, als die Sahara zu uns …) und so wurde die Stadt relativ häufig in feinen Sandstaub eingehüllt. Warum das in deutschen Medien ausnahmslos immer völlig einseitig als „Industriesmog“ bezeichnet wurde, habe ich nie verstanden. Natürlich wird es in Beijing auch Industriesmog gegeben haben, – und vermutlich auch deutlich mehr, als in den meisten deutschen Städten heutzutage -, aber das, was wir immer wieder auf unserem Balkon zusammengefegt haben (und was auch alle Autos der Stadt immer wieder „zierte“), war eben eindeutig Sand … . Und ein bisschen mehr Differenzierung hätte da den deutschen Medien aus meiner Sicht sehr gut getan. Ihnen irgendwie auch mehr Glaubwürdigkeit verliehen, wenn man als gerade vor Ort Lebende merkt, dass zumindest versucht wird, auch aus einem Land wie China differenziert und sachlich zu berichten… .

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