Kleine große Stimme

Dieser Fernsehfilm aus dem Jahr 2015 ist eine österreichisch-deutsche Produktion. Er handelt vom 10-jährigen Benedikt Tahler. Er wächst in einem kleinen Dorf in Niederösterreich auf. Als Benedikt vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Seinen Vater – einen amerikanischen, schwarzen Besatzungssoldaten – hatte er nie kennengelernt.

Trotz seiner schönen Stimme hatte Benedikt durch seine Hautfarbe mit viel Intoleranz zu kämpfen. Selbst sein Großvater verleugnet ihn als Enkel. Dies alles nährt in ihm den Wunsch, seinen Vater zu finden. Als er erfährt, dass die Wiener Sängerknaben nach Amerika fahren, läuft er weg und macht sich auf den Weg nach Wien.

Hier trifft er den Kapellmeister Max Goldberg, der sich für ihn einsetzt, damit er bei den Wiener Sängerknaben aufgenommen wird. Doch auch Max Goldberg hat als Jude mit Vorurteilen zu kämpfen. Seine neuen Ideen kommen beim Direktor nicht immer an. Auch Benedikt wird hier nicht mit offenen Armen empfangen. Sein ärgster Feind ist Klaus, der seine Stellung als Sopranist durch ihn gefährdet sieht. Benedikts Hautfarbe spielt ihm dabei in die Karten. So kann er ihn viel leichter bekämpfen. Nach einem kleinen Kampf, läuft Benedikt wieder davon.

Dieses Mal jedoch sucht er Zuflucht bei Siegfried Goldberg – dem Vater des Kapellmeisters. Benedikt öffnet sich ihm und erzählt ihm seine Geschichte. Dieser geht mit ihm daraufhin zur amerikanischen Besatzungsmannschaft. Viel Hoffnung wurde ihnen nicht gemacht, aber es war ein Hoffnungsschimmer.

Der Film handelt von Toleranz und vor allem von der Aufarbeitung der Verbrechen des Zweiten Weltkriegs. Auch wenn es eine fiktive Geschichte ist und der Zufall eine sehr große Rolle spielt, ist der Film zu großen Teilen sehr einfühlsam. Der „deus ex machina“ – sozusagen die Lösung aus dem Nichts – wirkt allerdings am Ende arg konstruiert. Im Großen und Ganzen ist der Film aber schön gemacht.

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