Erziehung im Straßenverkehr

Die Fußgängerampel schaltet auf grün. In aller Gemütsruhe fährt eine Frau mittleren Alters ohne Helm auf dem Fahrradweg, der auf der Straße verläuft. Sie schert sich nicht darum, dass sie rot hat und ob Fußgänger gerade die Straße überqueren. Sie fährt weiter und ignoriert mit einer gekonnten Ruhe die rote Ampel. Als ob das nicht schlimm genug wäre, beobachte ich ein kleines Mädchen – es mag vielleicht um die zwölf Jahre alt sein. Es ist auch ohne Helm unterwegs, allerdings mit einigem Abstand zu besagter Dame. Als das Mädchen „Mama!“, schreit, wird mir bewusst, dass beide zusammengehören.

Die Mutter dreht sich kurz um und wartet auf sie. Trotz allem hat sie am Beginn nicht darauf geachtet, was mit ihrer Tochter geschieht. Nicht nur, dass beide ohne Helm unterwegs sind. Die Mutter lebt vor, dass sie die rote Ampel missachtet und erwartet von ihrer Tochter das Gleiche, ohne einen Blick nach hinten zu werfen.

Da ist es kein Wunder, dass die Anarchie auf den Straßen weiter gelebt wird. Es ist unter anderem die Folge der Erziehung. Wenn dieses Mädchen nun alleine unterwegs ist und die Situation nicht richtig einschätzt, indem sie die Regeln missachtet – ich mag mir gar nicht ausdenken, welche Folgen daraus entstehen können. Wie oft beobachte ich, dass Erwachsene auf dem Fahrrad nur schnell noch über eine rote Ampel fahren. Das alles geschieht in vollem Bewusstsein. Mir wird schon nichts passieren. Ich kann die Situation einschätzen. Wie viele gefährliche Situationen daraus hervorgehen, mag ich mir gar nicht vorstellen. Es wird Zeit, diese Anarchie auf den Straßen zu stoppen. Anfangen muss man dabei in der Erziehung der Kinder.

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