John Grisham: The Reckoning

John Ray Grisham, geboren am 8. Februar 1955, ist ein amerikanischer Bestsellerautor, Rechtsanwalt und Politiker. Er hat sich auf Justizthriller und Kriminalromane spezialisiert. Ich selbst habe lange mit mir gerungen, ob ich etwas von ihm lesen will oder nicht. Die Neugier hat jedoch gesiegt, als ich das Buch „The Reckoning“ (zu deutsch – „Die Abrechnung“) in einem Buchladen entdeckte.

Die Geschichte des Buches basiert auf einer wahren Geschichte, als ein Mann in den 1930er Jahren in Mississippi ohne jeglichen Grund einen Menschen tötete. Darauf basierend entwickelte John Grisham diesen spannenden Thriller. Er ist in drei Teilen geschrieben.

Im ersten Teil wird sowohl die Tat beschrieben als auch der Prozess bis hin zur Verurteilung. Ein Farmer, ein Veteran des Zweiten Weltkriegs, ging 1946 eines Tages zur Kirche und erschoss den Reverend. Während alle in Schock waren, war er klar im Kopf und wusste um die Folgen seiner Tat. Während seiner Inhaftierung und während des Prozesses schwieg er beharrlich zu den Motiven, die ihn antrieben. Seine Kinder blieben derweil am College, seine Frau war in einer Psychiatrie. Letzten Endes wurde er zum Tode verurteilt und starb durch den elektrischen Stuhl.

Der zweite Teil geht in die Vergangenheit der Geschichte. Er handelt davon, wie Pete Banning – der Mörder – die Geschehnisse des Krieges überlebt und welche Grauen er als japanischer Kriegsgefangener und Guerilla-Krieger ertragen hatte. Durch die lange Zeit, in der er keine Nachricht schreiben konnte, wurde er lange Zeit als vermisst gemeldet und anschließend für tot gehalten. Die Erleichterung sollte demnach groß sein, als er doch zurückgekehrt ist.

Jedoch zeigt der dritte Teil die Gründe für den Mord an den Revernd. John Grisham springt also wieder in die erzählerische Gegenwart nach der Exekution an Pete Banning. Seine Kinder müssen nun vor Gericht für ihr Land kämpfen, das die Witwe des Reverends beansprucht. Im Zuge dessen taucht immer wieder die Frage nach dem Motiv auf. Florry, die Schwester von Pete Banning, erfuhr das Geheimnis der Familie kurz vor dem Selbstmord der Ehefrau von Pete Banning. An ihrem Sterbebett vertraute sie es den Kindern an. Das Unglück der Familie nahm ihren Verlauf aufgrund einer Lüge. All diese schrecklichen Ereignisse wären so nicht passiert, wenn die Wahrheit ausgesprochen worden wäre. Vermutlich wäre der Mord an den Reverend nie passiert und hätte die Familie nicht an den Rand der Vernichtung getrieben.

Das Buch liest sich sehr flüssig und ist sehr spannend geschrieben. Ich habe bis zuletzt im Dunkeln getappt wegen des Motivs. Überrascht hat mich die Wendung, dass der Mord und der ganze Prozess vermieden hätte werden können. Wer Justizthriller und spannende Geschichten liebt, wird an diesem Buch seine wahre Freude haben.

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