16. Dezember: Adelheid von Burgund

Die heilige Adelheid von Burgund war Königin und Kaiserin. Durch ihren Lebenswandel und ihre enge Verbundheit mit Abt Odilo von Cluny wurde sie schon früh verehrt.

Jeden Tag präsentiere ich einen kleinen Ausschnitt von einem Foto. Am 24. Dezember erscheint das ganze Foto in seiner vollen Pracht.

Die heilige Adelheid von Burgund (geboren 931 oder 932 – gestorben 16. Dezember 999) war als Gattin von König Lothar von Italien Königin von Italien (947 – 950) und als Gemahlin Ottos des Großen ostfränkische Königin von 951 bis 973 sowie Königin von Italien. Auch war sie von 962 bis 973 Kaiserin des ostfränkisch-deutschen Reiches. Adelheid heißt im althochdeutschen von erhabener Gestalt. Adelheid pflegte zu ihren Lebzeiten eine enge Verbindung mit den Äbten Maiolus und Odilo von Cluny. Mit der Lebensbeschreibung von Abt Odilo wurde sie schon bald bei den Cluniazensern verehrt und von Urban II. 1097 heiliggesprochen. Die heilige Adelheid wird als mildtätige Kaiserin mit einem Schiffs- oder Kirchenmodell dargestellt. Sie ist Patronin der Missbrauchsopfer, Bräute, Kaiserinnen, Exilierten, Witwen und Stiefmütter.

„Anstelle einer Legende

Gertrud Bäumer, Dichterin und Historikerin, hat der heiligen Kaiserin in einer vielgelesen Biographie ein schönes Denkmal gesetzt. Aus ihr entnehmen wir die Schilderung von Adelheids Tod.

Am 7. Dezember, dem Todestag ihres Sohnes Otto, kam der Erzbischof von Mainz, um für ihn nach ihrer Anordnung die Totenmesse zu lesen. Alljährlich versammelten sich an diesem Tag in selz die Geistlichkeit und das Volk der Umgegend. Die zu dieser Feier gekommen waren, blieben beisammen, da das Ende der Kaiserin nahe war. Am 16. Dezember verlangte sie, wie einst ihr Vater, in der Kapelle vor dem Altar zu beichten und die Wegzehrung zu empfangen. Sie war so schwach, daß nur wenige ihre Beichte hören konnten. Aber mit erhobener Stimme sagte sie die offenen Worte: „Ich bekenne, dass ich die irdische Krone geliebt habe, um des Dienstes willen, zu dem sie mich berief, und daß es mich viele Tränen gekostet hat, sie zu lassen!“

Nachdem sie das heilige Mahl empfangen hatte, bat sie die Geistlichen, die Bußpsalmen anzustimmen. Man hörte ihre Stimme im Chor der anderen, bis ihr Auge brach.

— Das große Buch der Heiligen (8. Aufl. 1985), Seite 812

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