5. Dezember: Anno (Hanno)

Der heilige Anno war Erzbischof von Köln und wurde schon kurz nach seinem Tod verehrt. Sein Gedenktag in Deutschland ist am 5. Dezember.

Jeden Tag präsentiere ich einen kleinen Ausschnitt von einem Foto. Am 24. Dezember erscheint das ganze Foto in seiner vollen Pracht.

Der heilige Anno (ca. 1010 – 4. Dezember 1075) war Erzbischof von Köln (1056-1075). Doch auch als Regent des römischen Reiches machte er sich zwischen 1063 bis 1065 einen Namen. Er ist ein Heiliger der katholischen Kirche. Anno stiftete zahlreiche Klöster und Kirchen. Kurz nach seinem Tod verfasst ein Siegburger Mönch das „Annolied„. Schon im 12. Jahrhundert bezeugte das Siegburger Mirakelbuch die frühe Verehrung Annos. Im Jahr 1183 wurde Anno von Papst Lucius heilig gesprochen. Hauptächlich im Rheinland wurde Anno entweder im bischöflichen Ornat oder im Gewand des Erzbischofs mit Pallium dargestellt. Seine Attribute sind: Stab, Buch, Schwert und/oder Kirchenmodell(e). Sein Gedenktag ist eigentlich am 4. Dezember, aber in Deutschland ist er spezielle am 5. Dezember.

„Legende

Der heilige Anno war noch nicht lange Erzbischof von Köln, da fuhr er eines Nachts aus dem Schlafe auf und fand sein Zimmer von einem seltsamen Licht erfüllt. Er erblickte dicht um sein Bett geschart viele römische Krieger in goldglänzenden Rüstungen und erkannte in ihnen die heiligen Blutzeugen jener maurischen Kohorte, die einst zusammen mit dem hl. Gereon zu Köln ihr Leben für Christus geopfert hatte. Der Anführer der Märtyrer erhob nun mit lauter Stimme Klage wider den Bischof, weil seine Kirche „Zu den goldenen Heiligen“ seit ihrer Verwüstung durch Hunnen und Normannen nicht wiederhergestellt worden sei. Auch er, Anno, habe die Heiligen mißachtet, als er den Auftrag zum Bau neuer Kirchen erteilte, anstatt zunächst ihre Grabeskirche wieder instandzusetzen. Zur Sühne für eine solche Vernachlässigung rissen die Märtyrer-Legionäre nun den Bischof aus dem Bett und strichen ihn so lange mit Ruten, bis er ächzend gelobte, das Versäumte nächstens nachzuholen. Andern Tags aus tiefem Schlaf erwachend, glaubte er geträumt zu haben, doch fand er seinen Leib voll blutiger Striemen und erinnerte sich seines Versprechens. Noch am gleichen Tage bestellte er Steinmetzen und sonstige Werkleute und begann mit dem Neubau von Sankt Gereon. Hierbei fand man unter dem Mosaikfußboden den Leib des Heiligen und eine große Menge heiliger Gebeine.

— Das große Buch der Heilige (8. Auflage 1985), Seite 786

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