4. Dezember: Barbara

Die heilige Barbara von Nikodemien wurde wegen ihrer Standhaftigkeit von ihrem Vater enthauptet.

Jeden Tag präsentiere ich einen kleinen Ausschnitt von einem Foto. Am 24. Dezember erscheint das ganze Foto in seiner vollen Pracht.

Barbara von Nikodemien war eine christliche Jungfrau und Märtyrerin des 3. Jahrhunderts. Als sie sich weigerte, ihren christlichen Glauben aufzugeben, wurde sie von ihrem Vater Dioscorus enthauptet. Dies wird nach der Überlieferung im damaligen Nikodemien zu Zeiten des Kaisers Maximian verortet. Der 4. Dezember ist als Barbartag bekannt, da sie eine populäre Heilige ist. Der Barbarakult ist im byzantischen Reich schon im 7. Jahrhundert bezeugt. Um 700 wird Barbara in einem Martyrologium in der lateinischen Westkirche erwähnt. Barbara ist die Schutzpatronin der Bergleute, der Artillerie und der Attribute.

„Die Legende erzählt, der heidnische Vater der Heiligen habe sie sorgfältig erzogen und behütet, um sie später einem Jüngling zu vermählen. Barbara jedoch wollte davon nichts wissen. Um in ihr die Lust an der Ehe zu wecken, verreiste er und ließ sie allein in einem Turm eingesperrt zurück, Auf ihren Wunsch ließ er ein Badezimmer mit zwei Fenstern einbauen. Als der Vater jedoch zurückkehrte, waren es drei Fenster und an der Wand hing ein Kruzifix. Zur Rede gestellt, bekannte Barbara beides mit den Worten, daß „durch die drei Fenster die erleuchtende Gnade des dreifaltigen Gottes Eingang bei ihr gefunden“ hätte. Außerdem eröffnete sie dem Vater, daß sie Christin geworden sei und sie das Gelöbnis ewiger Jungfräulichkeit abgelegt habe. Der Vater stellte die zarte Jungfrau vor die Wahl, entweder ihrem Glauben zu entsagen oder sich auf einen furchtbaren Tod gefaßt zu machen. Wie leicht wäre es für sie gewesen, abzufallen: man brauchte sich nur in die Staatsliste einzutragen. Es gab damals viele sogenannte „lapsi“ – Abgefallene. Barbara jedoch blieb standhaft. „Den Fluch deiner Götter fürchte ich nicht, denn mich hat Jesus gesegnet.“ Auf diese Worte hin ließ sie der grausame Vater foltern. Aber in der Nacht kamen Gottes Engel und pflegten sie. Am anderen Tage quälten die Menschen sie noch ärger, brannten ihre Wunden und jagten sie völlig entkleidet durch die Straßen der Stadt, wobei die Ruten, mit denen sie geschlagen wurde, sich in Pfauenfedern verwandelten.

Schweigend trug die Glaubensstarke Schmerz und Schmach, gestärkt durch ihre Liebe zum Herrn. Über ihre Standhaftigkeit maßlos erzürnt, tötet sie schließlich ihr Vater mit eigener Hand.

Der Turm, mit dem Barbara dargestellt wurde, ist das Symbol jeglicher Gefangenschaft; der Turm, der sich plötzlich öffnet, das Bild der wunderbaren Rettung aus auswegloser Not, die Gott allein bewirkt. Der Kelch, den die Heilige mitunter trägt, bedeutet die Stärkung, die ihr duch ihren Glauben zuteil ward.“

–Norton Juster

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