1. Dezember: Eligius von Noyon

Der heilige Eligius von Noyon war Bischof von Noyon ist Schutzpatron vieler Berufe. Auch ist der Eligius-Ritt in Aftholderberg schon seit über 150 Jahre Tradition.

Jeden Tag präsentiere ich einen kleinen Ausschnitt von einem Foto. Am 24. Dezember erscheint das ganze Foto in seiner vollen Pracht.

Der Advent ist wieder da und man kann sich kaum retten vor Adventskalender. Seien es mit Schokolade gefüllte oder klassische Adventskalender. Doch der Advent soll ja auf Weihnachten vorbereiten und auf die Geburt Jesus. Daher habe ich mir gedacht, dass ich jeden Tag einen Heiligen kurz vorstelle. Am 1. Dezember ist der Tag vom Heiligen Eligius von Noyon.

Eligius von Noyon (ca. 589 – 1.12.659) war Bischof von Noyon. Seine Reliquien sind in der Kathedrale von Noyon und einige davon in der Elogius Büste in der Kirche von Aftholderberg. Auf bildlichen Darstellungen findet man Eligius manchmal mit einem Goldschmiedegerät (Hammer und/oder Zange), zwei goldenen Sesseln und einem widerspenstigen Pferd.

Der heilige Eligius ist Patron zahlreicher Berufe: Bauern, Bergleute, Büchsenmacher, Golschmiede, Graveure, Hufschmiede, Knechte, Kutscher, Kutschenmacher, Lampenmacher, Metallarbeiter, Münzmeister, Numismatiker, Münzsammler, Pferdehändler, Sattler, Schleifer, Schlosser, Schmiede, Schwertfeger, Tierärzte, Uhrmacher, Wagner und Zingießer. Seit dem 17. Jahrhundert ist er auch der Schutzpatron der Pferde.

Die Kirche in Aftholderberg hat den heiligen Eligius zum Schutzpatron. Am zweiten Sonntag im Juli fand zu dessen Ehren das Patrozinium – eine Reiterprozession mit anschließendem Gottesdienst und Pferdesegnung – statt. Die erste ist im Jahr 1857 belegt. Jedoch ist davon auszugehen, dass schon im 18. Jahrhundert entsprechende Prozessionen stattgefunden haben. Sie wurde damals um 1800 vom Generalvikar Ignaz von Wessenberg des Bistums Konstanzs verboten. Doch die ländliche Bevölkerung hat sich nicht an das Verbot gehalten. So feierte der Eligius-Ritt am 8. Juli 2007 sein 150-jähriges Bestehen.

„Am bekanntesten ist die Legende über den Heiligen, auf die sein Attribut mit dem Pferdefuß zurückgeht. Sie ist auf Grund der von Audoin verfaßten, in der Karolingerzeit überarbeitetn Lebensgeschichte des Heiligen entstanden, nach der er, ehe er Goldschmied wurde, als Hufschmied tätig gewesen sein soll. Da heißt es, daß neben Eligius in der Schmiede ein Geselle arbeitete, der eine seltsame Methode hatte, die Pferde zu beschlagen, wenn sie störrisch waren: Er pflegte dem Pferde dann einfach den ganzen Fuß auszureißsen, damit zum Amboß zu gehen und nun das Hufeisen in aller Ruhe sachgemäß anzubringen. Nach dem er seine Arbeit getan, heilte er den Fuß dem Pferde wieder an, das dann getrost und lammfromm seine Pflicht tat. Die Deutung dieser seltsamen Geschichte erklärt, es sei Christus selbst gewesen, der seinem Heiligen gezeigt habe, wie man den Pferdefuß des Teufels erkennen und ausreißen könne, und Eligius habe sich als ein gelehriger Schüler erwiesen.“

–Das große Buch der Heiligen (8. Auflage 1985), Seite 778

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