Daniel Wolf: Das Salz der Erde

Daniel Wolf wurde 1977 in Hochspeyer bei Kaiserslautern geboren. Nach seinem Studium in Ludwigshafen arbeitete Daniel Wolf zunächst als Sozialarbeiter im Öffentlichen Dienst.

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Daniel Wolf wurde 1977 in Hochspeyer bei Kaiserslautern geboren. Nach seinem Studium in Ludwigshafen arbeitete Daniel Wolf zunächst als Sozialarbeiter im Öffentlichen Dienst. Seine Leidenschaft zum Mittelalter hat ihn zu seinen historischen Romane getrieben. 2008 erschien sein Debütroman „Der Gesandte des Papstes“. Mit „Das Salz der Erde“ gelang Daniel Wolf aber 2013 der Durchbruch. Die Fortsetzungen der Geschichte von der Familie de Fleury („Das Lichter der Welt“ & „Das Gold des Meeres“) knüpften an den Erfolg an. Ich habe vor Kurzem den ersten Band, also „Das Salz der Erde“ gelesen.

Michel de Fleury ist ein Sohn eines Hörigen, der im 12. Jahrhundert seinem Herrn entflieht und in Varennes-Saint-Jacques seine zweite Heimat sucht, um für seine Familie frei zu sein. Er wird Kaufmann und gibt seinen Sohn Michel de Fleury in die Lehre des Kaufmanns. Er geht nach Mailand und lernt dort das Handwerk des Kaufmanns. Als sein Bruder Jean ihm schreibt, dass ihr Vater gestorben ist, kehrt er nach Varennes-Saint-Jacques zurück und ist zuerst schockiert über die Wohlstandskluft zwischen den beiden Städten. Er übernimmt das Geschäft seines Vaters und versucht mithilfe der Gilde die Herrschaft der Kirche über die Stadt zu brechen, denn mit hohen Zöllen und Geldentwertungen knechtet sie die Bürger der Stadt. Somit wird verhindert, dass der Handel floriert und die Stadt zu Wohlstand kommt.

Dies endet unter anderem in einer Fehde mit einem Adeligen. Auch der Kreuzzug unter Barbarossa ist ein Thema, da sich Jean de Fleury dem Kreuzzug anschloss, obwohl Michel dagegen war. Michel verfeindet sich auch mit dem Bruder seiner großen Liebe. Daher trafen sich Michel und Isabelle heimlich, auch als sie mit einem anderen Mann verheiratet war. Als der Ehebruch entdeckt wurde, waren sowohl Michel als auch Isabel in Ungnade gefallen. Isabelle musste die Stadt verlassen, trug aber bereits das Kind von Michel in sich. Sie wurde wieder verheiratet. Doch auch diese Ehe stand am Ende unter keinem guten Stern. In der Zwischenzeit wurde Michel aus der Gilde ausgeschlossen und konnte so keinen Handel mehr in Varennes-Saint-Jacques treiben. Als sein Bruder Jean vom Kreuzzug zurückkehrte, ist Jean in die Gilde eingetreten, so dass sie ihr Geschäft wieder aufmachen konnten. Doch der Kampf gegen die Kirchen und die Adeligen, Varennes-Saint-Jacques zu einer freien Stadt zu machen, ist schwer und noch lange nicht vorbei.

Die Liebe, Fehde und der Kreuzzug zeichnen in diesem Buch ein historisches Bild des 12. Jahrhunderts. Der Anfang zu einer Saga der Familie de Fleury wurde gemacht. Es ist ein spannendes und unterhaltsames Buch, das mich die ganze Zeit gefesselt hat. Geschichtsinteressierte dürften dieses Buch mögen.

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