Etüdensommerpausenintermezzo: Die Zweite

Das Alphabet von Christiane hat eine Menge Potential. Daher mein zweiter Beitrag zu dem Thema. Hier sind die Begriffe, aus denen man sich 7 aussuchen musste für eine Geschichte.

Das Alphabet von Christiane hat eine Menge Potential. Daher mein zweiter Beitrag zu dem Thema. Hier sind die Begriffe, aus denen man sich 7 aussuchen musste für eine Geschichte.

Das „Gespensterhaus“

Gertrude spielte Gitarre, als ihre Freundin Bella an der Tür stand. Gertrude ließ sie in ihr Haus und sie redeten zuerst über alltägliche Dinge, bevor Bella mit der unglaublichen Idee herausrückte, dass sie gemeinsam Urlaub in einem Gespensterhaus machen sollten. Einen Urlaub hatten sie schon geplant, aber in einem Gespensterhaus? Gertrude glaubte zwar nicht an diese, fühlte sich dennoch nicht ganz wohl bei dem Gedanken. Bella jedoch pries es als schönes Abenteuer an, das auch sehr erholsam ist, da das Haus auch abgelegen ist, also man auch die Natur genießen könne. Das überzeugte Gertrude und sie planten den Urlaub für Oktober. Sie hofften nämlich auf den Goldenen Herbst.

Der Anfang des Urlaubs aber fiel buchstäblich ins Wasser, denn es fiel ergiebiger Dauerregen, als sie sich auf den Weg zum Gespenterhaus machten. Das hätte ein Zeichen sein können, noch umzukehren, aber die Freundinnen dachten gar nicht daran. Sie freuten sich vielmehr darauf, ein paar Tage gemeinsam zu verbringen, ohne an die Arbeit zu denken und ohne technische Geräte wie Computer oder Handy. Als sie ihr Ziel erreichten, verschlechterte sich das Wetter zusehends. Daher beschlossen sie, diesen Nachmittag und Abend, vor dem Kamin zu verbringen und in Ruhe zu lesen. In der Nacht jedoch wurde ihre Ruhe gestört durch merkwürdige Geräusche. Sie fürchteten sich und konnten es nicht erklären. Daher blieben sie lange wach und schliefen vor dem Kamin ein. In der Früh waren beide der Meinung, dass es mit dem Sturm zusammenhing und sie die neue Umgebung nicht gewohnt sind, was ja nicht ungewöhnlich ist.

Die Sonne schien und sie wollten die Gegend erkunden. Nach dem Frühstück starteten sie ihren ersten Ausflug. Dabei stellten sie fest, dass das Gespensterhaus in einem Tal liegt, aus dem nur ein Weg nach außen führt. Dieser aber wurde durch den Sturm und das Wetter von gestern unpassierbar. Weder zu Fuß noch mit dem Auto konnten sie heraus. Auch konnten sie niemanden anrufen, da sie ihre Handys nicht mitnahmen, um Entspannung zu suchen. Das Haus selbst hatte keinen Telefonanschluss. Sie saßen also fest, ließen sich aber ihr Stimmung nicht verschlechtern.

So verbrachten sie einen schönen Tag, bis die Nacht kam. Wieder verschlechterte sich das Wetter. Den Freundinnen kam das Ganze nicht mehr ganz geheuer vor, da es ja das „Gespensterhaus“ hieß. Also beschlossen sie, heute den Geräuschen, falls sie wieder kämen, nachzugehen. Um Mitternacht hörten sie wieder ein Scharren und Kratzen. Mit Taschenlampen machten sie sich auf die Suche. Sie fingen im Keller an. Jedoch wurden das Scharren und Kretzen leiser. Sie arbeiteten sich bis zum Dach durch, fanden jedoch nichts. Es blieb also nur die Erklärung, dass der Sturm dies verursachte. Jedoch wiederholte sich dies jede Nacht. Beide hatten keine Erklärung dafür. Daher hielten sie es doch für etwas Phantastisches und gingen ihm aus Angst nicht mehr nach. Sie hofften nur, dass bald jemand kam, der sie aus diesem Tal befreite. Doch sie blieben alleine und der Weg blieb unpassierbar.

Eines Nachts hörten sie auch eine Stimme, die um Hilfe rief. Sie suchten danach und fanden wieder nichts. Die folgende Nacht erklang diese Stimme und erklärte, dass er im Keller eingesperrt sei. Die Freundinnen suchten also nach versteckten Türen und fanden eine. Hier jedoch lagen nur Skelette in diesem Verlies. Die Stimme bedankte sich bei ihnen. Er sei ein Geist von einem dieser Skelette und wäre unschuldig verurteilt und eingesperrt worden. Dieses Haus war nämlich früher ein Gefängnis, aus dem die Gefangenen nie frei kamen. Da dieser aber unschuldig war, durfte der Geist des Toten hier bleiben. Er kann sich nur mit Hilfe von Menschen befreien, die bereit waren, danach zu suchen. Jedesmal wenn Urlauber kamen, versuchte er, diese dazu zu bewegen, ihn zu befreien. Die meisten hatten jedoch zu große Angst und hätten nie gesucht. Daher hatte das Haus den Ruf des „Gespensterhauses“ zwar nicht zu Unrecht, würde aber nun davon befreit werden, da seine Seele nun Ruhe fand und er sich nun frei bewegen konnte. Als letzte Handlung machte der Geist den Weg wieder passierbar und verschwand. Die Freundinnen sahen sich ungläubig an und konnten kaum glauben, was für ein Abenteuer sie in ihrem Urlaub erlebt haben.

Sie behielten es jedoch für sich, da sie dachten, dass ihnen das keiner glauben würde. Daher war die Werbung für das „Gespensterhaus“ immer noch reizend und lockte weitere Urlauber an. Und wer weiß, vielleicht besuchte der Geist das „Gespensterhaus“ ab und zu, um seinem Namen gerecht zu werden. Die Freundinnen Gertrude und Bella jedoch wollten von solchen Orten nichts mehr wissen.

Verwendete Worte: Gitarre, Haus, Urlaub, Natur, Regen, Arbeit, Computer, lesen, Phantastisches, Orte

Update: Leider habe ich die Aufgabe missverstanden. Ich habe das Beispiel genommen. Die Aufgabe war eigentlich 26 Begriffe aus einem Oberbegriff zu nennen. Trotzdem möchte ich diese Geschichte gerne auf meinem Blog stehen lassen. Danke für den Hinweis Christiane.

3 Kommentare zu „Etüdensommerpausenintermezzo: Die Zweite“

  1. Liebe Monika, es tut mir leid, das zu schreiben, aber der Sinn und Zweck des Alphabet-Spiels war, SICH SELBST 26 Begriffe zu einem frei gewählten Oberbegriff auszusuchen und diese in einem Text unterzubringen. Das, was du da als Bild zitierst, war ein Beispiel, und „7 aus 12“ war eine andere Aufgabe des diesjährigen Intermezzos, die von dieser hier völlig getrennt ist.

    Was aber wiederum GAR NICHTS damit zu tun hat, dass sich deine Gespensterhaus-Geschichte sehr angenehm liest und ich mich freue, dass du dir die Mühe des Ausdenkens und Schreibens gemacht hast.

    Liebe Grüße, nichts für ungut
    Christiane 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Christiane,
      Das tut mir leid, dass ich das falsch verstanden habe. Natürlich ziehe ich den Text dann beim Einreichen zurück und ich hoffe, dass es nicht noch einmal zu einem Missverständnis kommt. Da du beim letzten Mal nach den Begriffen fragtest und ich es nachgereicht habe, dachte ich, dass das so richtig wäre.
      Bis zum nächsten Mal und dann hoffentlich mit einem Text ohne Missverständnis.
      Dir noch einen schönen Sonntag
      Liebe Grüße Monika

      Gefällt 1 Person

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