Die Stühle: Eine tragische Farce – von Eugène Ionesco

Eugène Ionesco, geboren am 26. November 1909 in Rumäniene (Slatina) als Eugen Ionesco, gestorben am 28. März 1994 in Paris, gilt als einer der bedeutendsten Dramatiker der Nachkriegszeit. In „Die Stühle“ ist das „Absurde Theater“ toll dargestellt.

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Eugène Ionesco, geboren am 26. November 1909 in Rumänien (Slatina) als Eugen Ionesco, gestorben am 28. März 1994 in Paris, gilt als einer der bedeutendsten Dramatiker der Nachkriegszeit. Auch das „absurde Theater“ hat er mitgeprägt. Seit den 1980er Jahren war er auch als Maler tätig.

Das Stück „Die Stühle“ gehört in den Stil des „absurden Theaters“. Darin soll die Sinnfreiheit und die Orienterieungslosigkeit des Menschen dargestellt werden.

Die Stücke der Dramatiker Arthur Adamov, Samuel Beckett, Eugène Ionesco, Jean Genet, Michel de Ghelderode und Georges Schehadé können als eine moderne Form des Mythentheaters bezeichnet und in Zusammenhang mit den Themen- und Fragestellungen der Psychoanalyse betrachtet werden (Blüher, 1982). Zweifel an den herkömmlichen rationalistischen Kultur- und Denksystemen gelten als Auslöser für die Entstehung dieser neuen Ausdrucksform und somit als Fortführung der Bestrebungen des Surrealismus (Seipel, 1961/1982). Besonders deutlich wird dieser Aspekt in den Arbeiten Ionescos, der seine Stücke selbst als dramaturgische Gestaltung der obsessionellen Gegensätze seines eigenen Unbewussten beschreibt.

Wikipedia Artike „Absurdes Theater“
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In „Die Stühle“ geht es um ein verheiratetes, älteres Ehepaar, das auf einem Turm auf einer Insel lebt. Sie haben zu einer letzten Feier die angesehensten Menschen eingeladen (Reichtum und Besitz waren die Vorrausetzung). Das Ziel dieser Feier war einen Plan über die Rettung der Welt zu verkünden. Dies soll von einem Profi-Redner vorgetragen werden. Die imaginären Gäste strömen in die Behausung des Ehepaars, sogar der Kaiser lässt sich blicken. Dafür braucht das Ehepaar jede Menge Stühle.

Diesen Einakter konnte ich am 14. August in der Pasinger Fabrik in München ansehen. Gespielt haben Andreas Seyfarth und Margrit Carls. Regie führte Eos Schopohl. Es war ein sehr berührendes Stück, unter anderem an der Zärtlichkeit des Ehepaars zu sehen. Außerdem wurde es sehr gut dargestellt, indem es zwei normale Stühle gab. Die Gäste dagegen bekamen kleine Stühle im Puppenhausformat. Mit wenig Mitteln wurde hier eine gute Stimmung erzeugt. Ein gelungener Abend.

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